Toller Mehrkampf mit kleinem Schönheitsfehler

Als einziger Vertreter der Region hatte sich Julian Kambartel (M15) schon früh in der Saison für die Deutschen Mehrkampfmeisterschaften im Neunkampf der Altersklasse U16 in Mainz qualifiziert. Der Wettkampf begann für ihn mit einem guten 100 m Lauf in 12,29 sec, nur eine Winzigkeit über seiner Bestzeit. Im Weitsprung legte er solide 5,57 m vor, danach konnte er sich dann aber nicht weiter steigern. Im Kugelstoßen lief es für Julian nicht so gut, mit 11,02 m blieb er knapp einen Meter unter seiner Bestleistung. Die Punkte holte er dann im Stabhochsprung wieder rein. Mit 3,70 m stellte er unter schwierigen Windbedingungen seine Bestleistung von den NRW-Meisterschaften ein. Die Leistung ist umso höher zu bewerten, da starke Windböen und immer wieder Unterbrechungen allen Athleten zu schaffen machten.  So kam es zu vielen Fehlversuchen und Julian hatte zwischen seinen Sprüngen sehr lange Pausen. Er meisterte diese Widrigkeiten nahezu fehlerfrei. Am Ende lag er in dieser Disziplin direkt hinter den besten deutschen Stabhochspringern auf Platz vier. Da Nino Zirkel, einem befreundeten Mehrkämpfer aus Leverkusen, keine geeigneten Stäbe zur Verfügung standen, teilten sich die beiden Athleten die Stäbe.
Pech hatte Julian im Diskuswurf. Nach über acht Stunden Wettkampf hatten hier alle Athleten große Probleme. Julian begann mit zwei weiten Würfen, die aber leider ungültig waren. Alle Konzentration legte er dann in den dritten Wurf. Hier segelte der Diskus auf geschätzte 38-39m, der aber leider knapp einen Meter außerhalb des Sektors landete. So holte er in dieser Disziplin keine Punkte, was ihn in der Gesamtwertung weit zurückwarf. Total enttäuscht dachte Julian schon ans Aufgeben, die übrigen Mehrkämpfer, hier besonders Nino Zirkel, motivierten ihn dann doch weiter zu machen, was sich am Ende auch auszahlen sollte.

Am zweiten Tag begann er mit einem Paukenschlag über 80 m Hürden. Mit 11,74 sec. verbesserte er seine Bestleistung direkt um 4/10tel Sekunden. Anschließend ging es zum Hochsprung. Auch hier schlug sich der amtierende Nordrheinmeister hervorragend. Mit 1,71 m erzielte er seine beste Leistung in einem Mehrkampf. Da er durch seine fehlenden Punkte keine Aussicht mehr auf eine vordere Platzierung hatte, wollte er im Speerwurf nicht riskieren, dass eine Kapselverletzung im Ellbogen wieder aufbricht. Deshalb beließ er es bei einem Sicherheitswurf, der bei guten 36m landete. Den abschließenden 1.000m-Lauf begann er mit großem Engagement und kam in guten 3:07 min ins Ziel.

Am Ende landete Julian in einem sehr starken Teilnehmerfeld auf dem 21. Platz. Jetzt waren die fehlenden Punkte im Diskuswurf doch ärgerlich, denn mit einem gültigen Diskuswurf wäre eine sensationelle Leistung von über 5100 Punkten und damit eine Top-Ten-Platzierung möglich gewesen.

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